Eine Besucherin wird im Alten- und Pflegeheim vor einem Besuch ihrer Mutter mit einem Corona-Schnelltest getestet (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Corona in zwei Drittel der Alten- und Pflegeheime

mit Informationen von Thomas Gerber   17.03.2022 | 09:20 Uhr

Die Omikronwelle macht immer mehr Alten- und Pflegeheimen im Saarland zu schaffen. Zwei Drittel der circa 150 Einrichtungen sind laut dem Monitoringbericht des Gesundheitsministeriums betroffen.

Laut dem Monitoring-Bericht des Gesundheitsministeriums vom 17. März melden 94 Alten- und Pflegeheime im Saarland Coronafälle unter Mitarbeitern beziehungsweise Bewohnern. Das sind rund zwei Drittel der Einrichtungen. Zwei Wochen zuvor waren es lediglich 75 Einrichtungen gewesen.

"Sorge um einen Pflegenotstand müssen wir uns noch nicht machen"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger / Jürgen Stenger, 17.03.2022, Länge: 03:27 Min.]
"Sorge um einen Pflegenotstand müssen wir uns noch nicht machen"

20-prozentiger Anstieg beim Personal

387 Mitarbeiter sowie 516 Bewohner sind demnach mit dem Virus infiziert. Beim Personal ist damit innerhalb von 14 Tagen ein Anstieg um etwa 20 Prozent zu verzeichnen. Bei den Bewohnern ist die Infiziertenzahl demgegenüber leicht rückläufig. 16 Bewohner müssen wegen ihrer Covid-Erkrankung stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

In den vergangenen zwei Wochen sind 13 Heimbewohnerinnen und -bewohner an oder mit Covid-19 gestorben. Damit hat sich die Zahl der Coronatoten in den saarländischen Alten- und Pflegeheimen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 532 erhöht. Dies entspricht mehr als einem Drittel aller Coronatoten im Saarland.

Verläufe meist milde

Der Geschäftsführer der saarländischen Pflegegesellschaft Jürgen Stenger sagte, die steigenden Infektionszahlen machten sich natürlich auch in den Einrichtungen bemerkbar. Trotz der teilweise steigenden Zahlen sei die Situation aber bei Weitem nicht mit der in der ersten und zweiten Coronawelle zu vergleichen.

Das Impfen mache sich insbesondere bei den Heimbewohnern bemerkbar. Die allermeisten Verläufe seien milde, viele hätten gar keine Beschwerden. Ohne die wöchentlich vorgeschriebenen Testungen wären die Infektionen vielfach gar nicht aufgefallen.

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