Eine Lehrerin mit Maske wird von Schülern angesehen (Foto: picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini)

Hälfte der ausländischen Lehrer wird Qualifikation anerkannt

  22.09.2021 | 06:51 Uhr

Wenn eine Lehrkraft aus dem Ausland hierzulande unterrichten will, muss ihre Qualifikation zunächst anerkannt werden. Nach Angaben des Bildungsministeriums ist das im Durchschnitt nur bei rund der Hälfte der Anträge der Fall. Grund seien meist mangelnde Sprachkenntnisse oder zu wenige Fächer.

Nach Angaben des Bildungsministeriums werden im Saarland jährlich zwischen 20 und 25 Anträge zugewanderter Lehrkräfte gestellt. Gut die Hälfte der Anträge auf Anerkennung ausländischer Lehramts-Qualifikationen werde aber nicht anerkannt.

Ein Grund dafür sei, dass viele zugewanderte Bewerberinnen und Bewerber nur ein Fach unterrichteten. Voraussetzung seien in Deutschland aber zwei Unterrichtsfächer. Es solle aber mittelfristig geprüft werden, ob auch ein Zugang zum Lehramt mit nur einem Unterrichtsfach geschaffen werden kann. Ein weiteres Problem sind laut Ministerium oft mangelnde Deutschkenntnisse der zugewanderten Lehrkräfte.

GEW findet Hürden zu hoch

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist der Meinung, dass die Hürden für die Einstellung zugewanderter Lehrkräfte zu hoch sind. Die GEW stellte diese Woche eine Studie mit dem Titel "Verschenkte Chancen?!" vor.

Studienautor Roman George zufolge liegt deutschlandweit die Anerkennungsquote ausländischer Lehrkräfte bei 20 Prozent. Tausende zugewanderte Lehrkräfte würden trotz Lehrkräftemangels in Deutschland nicht eingestellt.

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