Busfahrerstreik im Saarpfalzkreis (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Busfahrerstreik vorerst beendet

Patrick Wiermer/Lars Ohlinger   18.10.2018 | 14:35 Uhr

Der Streik der Busfahrer im Saarland ist vorerst beendet. Die privaten Busunternehmen haben am Donnerstagmittag Bereitschaft signalisiert, mit Verdi zu sprechen. Die Gewerkschaft stellt im Gegenzug ein Ultimatum.

Die Gewerkschaft Verdi fordert, dass bis zum 26. Oktober ein schriftliches Angebot zu Verhandlungen vorliegen müsse - sonst droht sie mit einem "Erzwingungsstreik".

Verdi-Warnstreik
Diese Buslinien sind beim Betreiber SaarMobil betroffen.

Zwischen 200 und 300 Busfahrer der privaten Unternehmen hatten seit dem frühen Donnerstagmorgen gestreikt, um ihre Arbeits- und Lohnbedingungen zu verbessern. Insgesamt zwölf Busunternehmen waren von dem Warnstreik betroffen, darunter Baron, Gassert, Bur und Ley sowie Saar-Mobil.

In acht Städten und Orten wurden Streikposten aufgebaut. Vor allem im Saarpfalzkreis, in Sankt Wendel, rund um Großrosseln und in Saarbrücken kam es zu Störungen im Nah- und Schulverkehr. In Großrosseln hatte Verdi mit zwei Lkw die Ausfahrt blockiert, in Bexbach soll es zu Handgreiflichkeiten seitens eines Busfahrers gekommen sein, der die Streikenden attackierte.

Problematisch für Fahrgäste war, dass die Online-Fahrpläne kaum oder gar nicht aktualisiert wurden.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Der Landesverband Verkehrsgewerbe Saarland (LVS) hatte vor einer Woche einen Manteltarifvertrag mit der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) abgeschlossen, der aber nach Ansicht von Verdi nicht für die eigenen Mitglieder gilt. Die Gewerkschaft fordert vom LVS unter anderem einen Stundenlohn von 17 Euro, mehr Urlaub und die Umstellung von einer Sechs- auf eine Fünf-Tage-Woche.

Video [aktueller bericht, 18.10.2018, Länge: 3:02 Min.]
Landesweiter Busfahrerstreik

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 18.10.2018 berichtet.

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