Industriegebiet Lisdorfer Berg  (Foto: SR)

Doch ÖPNV-Anbindung für Lisdorfer Berg?

Caroline Uhl   30.08.2019 | 14:52 Uhr

Die Stadt Saarlouis hat Schritte für eine mögliche neue Busverbindung zum Industriegebiet Lisdorfer Berg in die Wege geleitet. Die Kreisverkehrsbetriebe sollen die Nachfrage prüfen. Zudem sucht die Stadt auch das Gespräch mit der Nachbargemeinde Überherrn.

1200 Beschäftige arbeiten bereits auf dem Lisdorfer Berg. Und es fährt kein einziger Bus in das Industriegebiet zwischen der A620 und der französischen Grenze. Wer zur Arbeit auf den Lisdorfer Berg will, ist also auf das Auto angewiesen. Eine aktuelle Umfrage des Saarlouiser Gewerbevereins hatte ergeben, dass rund 150 Mitarbeiter gerne mit dem Bus fahren würden. Der SR hatte diese Woche darüber berichtet.

Zusammenarbeit mit Überherrn angedacht

Zunächst hatte der Saarlouiser Oberbürgermeister Peter Demmer eine ÖPNV-Anbindung für das Gewerbegebiet erst dann in Betracht gezogen, wenn Küchenhersteller Nobilia die Arbeit aufnimmt. Nun kündigte die Stadt an, das Problem jetzt anzugehen, denkbar sei ein mehrwöchiger Testbetrieb.

Auch zur Nachbargemeinde Überherrn sucht Saarlouis den Kontakt, da die dort gelegenen Industriegebiete Häsfeld und Langwies auch keine Busanbindung haben. Saarlouis könnte sich eine Zusammenarbeit mit Überherrn vorstellen, um die Industriegebiete beider Kommunen an den Nahverkehr anzuschließen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 30.08.2019 berichtet.

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