Eine Nosferatu-Giftspinne in ihrem Netz, aufgenommen in Saarbrücken Mai 20 (Foto: SR/Carina Dewes)

Nosferatu-Giftspinne im Saarland entdeckt

mit Informationen von Carina Dewes   13.05.2022 | 08:05 Uhr

Erst zum zweiten Mal ist im Saarland die sogenannte Nosferatu-Giftspinne entdeckt worden. In Saarbrücken wurde ein Tier gesichtet, das ein Nest mit Eiern in einem Briefkasten angelegt hat.

In Alt-Saarbrücken hat sich in einem Briefkasten eine Nosferatu-Giftspinne eingenistet. Normalerweise werden diese Spinnen nur innerhalb von Häusern gefunden. Im Saarland ist laut der Arachnologischen Gesellschaft erst zum zweiten Mal ein Fund dieser Spinne dokumentiert.

Biss ähnlich stark wie bei Bienenstich

Die Nosferatu-Spinne kann inklusive Beinen bis zu sechs Zentimeter groß werden. Sie ist braun, stark behaart und kann sich durch ihre Hafthaare an Glasscheiben festhalten. Bei Gefahr beißt sie mit ihren Kieferklauen zu. Für Menschen ist der Biss etwa so schmerzhaft und giftig wie ein Bienenstich.

Nichts für Leute mit Arachnophobie
Audio [SR 1, (c) Carina Dewes, 13.05.2022, Länge: 02:41 Min.]
Nichts für Leute mit Arachnophobie

Vereinzelte Funde in Deutschland

Carina Dewes und ihre exotische Untermieterin im Briefkasten
Audio [SR 3, Moderation: Simin Sadeghi, 13.05.2022, Länge: 03:22 Min.]
Carina Dewes und ihre exotische Untermieterin im Briefkasten

Normalerweise lebt die Spinne im Mittelmeerraum und Nordafrika. In Deutschland wurde sie erstmals 2005 registriert. Auch in anderen Bundesländern wurden in den letzten Jahren vereinzelte Funde gemeldet, so beispielsweise in Sachsen und Bremen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.05.2022.

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