Ein Warnschild weist auf Radioaktivität hin (Foto: dpa/Jens Büttner)

Dudweiler: Noch mehr radioaktives Material gefunden

Axel Wagner   21.03.2019 | 18:21 Uhr

In einem Haus in Dudweiler ist am Donnerstag erneut leicht radioaktives Material entdeckt worden. In dem Haus an der Jakob-Welter-Straße, das einem verstorbenen Chemiker gehörte, war bereits Mitte Februar radioaktives Material gefunden worden.

Interview: "In einer militärischen Box war radioaktives Material und einer Bleiabschirmung"
Audio [SR 3, Interview: Gerd Heger, 22.03.2019, Länge: 03:13 Min.]
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Mitarbeiter einer Räumungsfirma fanden vier munitionsähnliche Kisten und informierten die Polizei. Beim Öffnen der Kisten fanden die Beamten der Dienststelle für Umweltkriminalität eine Keksdose mit Naturerz und ein bislang unbekanntes Gestein mit einer radiumhaltigen Verbindung. Strahlenschutzexperten untersuchten die übrigen drei Kisten. Sie enthielten nicht giftige Chemikalien. Eine Sprecherin des Umweltministeriums sagte dem SR, das Material sei verpackt und zur Landessammelstelle nach Elm gebracht worden.

Der verstorbene Chemiker hatte in seinem Haus ein Labor eingerichtet. Mitte Februar waren bereits in einer Gartenlaube und im Keller radioaktive Substanzen gefunden worden. Der Mann hat nach Angaben des Umweltministeriums in den 1980er Jahren an der Universität des Saarlandes gearbeitet und dort Zugang zu den Materialien gehabt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.03.2019 berichtet.

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