Nicole (Foto: dpa)

Nicole: ESC sollte stattfinden

dpa   08.05.2019 | 09:40 Uhr

Die saarländische Musikerin Nicole hat dazu aufgerufen, trotz aktueller Gewaltausbrüche im Nahost-Konflikt am Eurovision-Song-Contest (ESC) in Tel Aviv festzuhalten. Der Deutschen Presseagentur sagte sie, der ESC in Israel könne eine Friedensbotschaft aussenden.

"Das geschieht allein schon dadurch, dass man dieses Zeichen setzt, dass er stattfindet", sagte die Saarländerin vor dem Hintergrund jüngster Gewalt im Nahost-Konflikt. "Die Musiker demonstrieren damit ihren Willen, für die Musik da zu sein. Und Musik verbindet grenzüberschreitend." Der ESC sei "wie eine große Familie". "Da spielt es keine Rolle, wo du herkommst. Der ESC, das ist ein eigenes Völkchen", sagte Nicole.

Die ESC-Party vom 14. bis 18. Mai wurde im Vorfeld überschattet vom Ausbruch blutiger Gewalt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen. Zu den Spannungen in Israel sagte sie: "Die Sicherheitsvorkehrungen werden schon sehr verstärkt sein." Sie fühle sich sehr wohl dort und würde auch jetzt "sofort mitfliegen". Sie sei überzeugt: Die Musiker lassen sich nicht ängstigen.

Heute noch bei jedem Auftritt "Ein bisschen Frieden"

Nicole beim Grand Prix d'Eurovision in Harrogate (Foto: dpa)
Nicole beim Grand Prix d'Eurovision 1982

Nicole (54) hatte 1982 den Wettbewerb mit dem Lied "Ein bisschen Frieden" gewonnen. Ihr Siegerlied von 1982 sei nach wie vor aktuell, sagte Nicole. "Es wird immer Kriege geben, die Menschen werden sich immer nach Frieden sehnen." Daher sei es "ein Lied für die Ewigkeit", sagte sie zur fortdauernden Beliebtheit. Sie singe es heute noch bei jedem Auftritt. Das Finale des ESC am 18. Mai wird Nicole zu Hause vor dem Fernseher verfolgen. "Einmal Grand-Prix-infiziert, immer infiziert", sagte sie.

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