illegal abgelegter Müll im Wald (Foto: SR)

Mit Detektiven gegen Müllsünder

Martin Honnigfort / Onlinefassung: Anne Staut   15.03.2020 | 10:23 Uhr

Zigarettenkippen, Kaugummis, Sperrmüll: In den Innenstädten sammelt sich immer mehr illegaler Müll an. Für die Städte wird es daher immer teurer, für Sauberkeit zu sorgen. In Neunkirchen werden nun die Kontrollen verschärft.

Insgesamt 61 Containerstandplätze gibt es in Neunkirchen. Sie werden immer häufiger als Müllabladeplatz genutzt – ob aus Faulheit, Unwissenheit oder bösem Willen, ist unklar. Die Stadt Neunkirchen setzt nun eine Task-Force "Müll" ein, um dem Problem entgegenzuwirken. Sogenannte Mülldetektive kontrollieren dafür die Containerplätze der Stadt.

Unterwegs mit den Neunkircher Mülldetektiven
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 12.03.2020, Länge: 06:08 Min.]
Unterwegs mit den Neunkircher Mülldetektiven

Wer als Müllsünder erwischt wird, bekommt eine Anzeige und muss dazu Stellung nehmen. Unter Umständen wird dann eine Ordnungswidrigkeit verhängt, erklärt Ralf Schwender, der gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Gabriel für die Task-Force unterwegs ist.

Abschreckung und Information

Neben täglichen Kontrollen gehören auch Sondereinsätze zu den Aufgaben der Task-Force. Dann beobachten die Mülldetektive die Containerplätze nachts. Sie hoffen darauf, Müllsünder auf frischer Tat zu ertappen und dadurch andere Täter abzuschrecken. Dafür fahren sie in der Nacht Containerplätze ab – auch mehrfach. "Wir bleiben nicht zu lange an einem Standort sondern fahren dann zum nächsten, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass man jemanden erwischt, wesentlich größer", so Schwender.

Die Stadt setzt aber auch auf Prävention. In den besonders betroffenen Vierteln der Stadt ist Wolfgang Hrasky mit seinen Mitarbeitern vom Neunkircher Stadtteilbüro unterwegs, um die Anwohner über den korrekten Umgang mit Müll zu informieren. Dabei geht es unter anderem um Fragen, wie man Müll trennt oder auch ganz vermeidet. Damit wolle man die Menschen sensibilisieren, auf Neunkirchen zu achten, sagte Hrasky.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "Wir im Saarland - Das Magazin" am 12.03.2020 berichtet.

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