Das Foto der Bundespolizei zeigt eine sichergestellte Pistole und Patronen im Pistolenkoffer.  (Foto: picture alliance/dpa/Bundespolizei)

Mehr registrierte Waffen im Saarland

Markus Person   01.09.2021 | 08:01 Uhr

Heute endet in Deutschland die Übergangsfrist für die Änderungen im dritten Waffenrechtsänderungsgesetz. Bis dahin mussten Betroffene Salutwaffen, spezielle Waffenteile und Magazine entweder abgeben oder den Besitz legalisieren lassen. Im Saarland wurden nur wenige Waffen nachgemeldet, dafür aber neue Anträge auf Waffenbesitz eingereicht.

Gemäß der Änderungen im Waffengesetz wurden den Waffenbehörden in den Landkreisen und dem Regionalverband nur 15 Salutwaffen zur Legalisierung angezeigt. Deutlich mehr Anträge gingen für übergroße Magazine für Kurz- und Langwaffen ein.

Diese kommen beim Sportschießen vor allem bei internationalen Wettkämpfen zum Einsatz. Hier meldeten die Behörden einen Eingang von über 300 Anträgen. Außerdem wurden dieses Jahr bis jetzt mehr als 460 Waffenbesitzkarten beantragt beziehungsweise ausgestellt.

Neues Waffengesetz tritt in Kraft: Mehr registrierte Waffen im Saarland
Audio [SR 3, Markus Person, 01.09.2021, Länge: 02:33 Min.]
Neues Waffengesetz tritt in Kraft: Mehr registrierte Waffen im Saarland

Waffenbesitzer müssen Schießnachweise erbringen

Gerade hier gibt es nach dem neuen Gesetz künftig striktere Regeln: So müssen die Waffenbehörden alle fünf Jahre eine sogenannte „Bedürfnisprüfung“ durchführen. In der wird ermittelt, ob der Waffenbesitzer die regelmäßig abzulegenden Schießnachweise erbracht hat. Fehlen diese, erlischt die Besitzerlaubnis.

Des Weiteren muss vor Erteilung der Waffenerlaubnis eine Abfrage durch die Waffenbehörden beim Verfassungsschutz erfolgen, ob die betreffende Person dort als Extremist bekannt ist. Damit will der Gesetzgeber verhindern, dass Verfassungsfeinde legal in den Besitz von Waffen kommen oder diese behalten können.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 01.09.2021 berichtet.

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