Ein Pfarrer hält eine Bibel in der Hand. (Foto: dpa / Jan Woitas)

Neue Vertuschungs-Vorwürfe im Bistum Trier

  19.09.2020 | 09:14 Uhr

Im Bistum Trier gibt es neue Vertuschungs-Vorwürfe gegen den ehemaligen Bischof Bernhard Stein. Nach einem Bericht des SWR bestätigte das Bistum, dass es Hinweise gebe, wonach der 1993 verstorbene Bischof Kenntnis von sexuellen Übergriffen eines Pfarrers gehabt habe.

Die sexuellen Übergriffe sollen bereits vor Jahrzehnten stattgefunden haben. Der Pfarrer hatte sich nach Angaben einer Betroffenen in einer Dorfschule im heutigen Kreis Vulkaneifel über Jahre an Schülerinnen und Schülern vergangen. Laut SWR wurde der Pfarrer daraufhin 1970 von Bischof Stein an das Kirchengericht nach Trier versetzt, bekam aber später wieder eine eigene Pfarrei im Kreis Trier-Saarburg.

Externe Missbrauchs-Aufklärer sollen helfen

Im März kündigte der Trierer Bischof Stephan Ackermann an, Missbrauchsverdachtsfälle in kirchlichen Einrichtungen künftig von externen Experten untersuchen zu lassen. Ackermann, der seit 2010 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs ist, betonte damals, wie wichtig es sei, Betroffene stärker einzubeziehen. Der persönliche Kontakt mit den Opfern sei für ihn „der erste und wichtigste Aspekt mit Blick auf die Aufarbeitung“.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.09.2020 berichtet.

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