Tödlicher Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, Unfallstelle auf der Autobahn bei Zeibrücken (Foto: Polizeidirektion Zweibrücken)

Neue Hinweise zum tödlichen Unfall auf A8

  15.08.2018 | 14:46 Uhr

Im Fall des 13 Jahre alten Jungen, der bei einem Motorradunfall auf der A8 bei Zweibrücken am 1. Juli ums Leben gekommen ist, prüfen die Ermittler neue Spuren. Wie die Polizei mitteilte, sind nach dem Fernsehbericht des SWR mehr als 20 Hinweise eingegangen. Auch "einige verwertbare" seien dabei gewesen.

Weil der Unfallverursacher bisher nicht gefasst werden konnte, hat sich am Montag der Kriminalreport Südwest im SWR Fernsehen mit dem Unfall befasst. Nach Angaben der Zweibrücker Polizei kamen die neuen Hinweise aus der hiesigen Region, aber auch aus ganz Deutschland: unter anderem von einer Frau aus Norddeutschland.

Unfallauto nach Norddeutschland verkauft?

Nach einem Bericht des SWR gab die Frau an, erst kürzlich einen weißen Mercedes E-Klasse mit einem Frontschaden gekauft zu haben. Dabei sei ihr aufgefallen, dass der Verkäufer es recht eilig gehabt habe und den Wagen einfach nur los werden wollte. Um diesem Hinweis nachzugehen, arbeitet die Polizei Zweibrücken eng mit den norddeutschen Kollegen zusammen. Unter anderem soll der Vorbesitzer vernommen werden. Zudem soll ein Gutachter abklären, ob der Frontschaden an dem Mercedes der Frau zu dem Unfallhergang passt.

Der Fernsehbeitrag im Kriminalreport Südwest soll nicht der letzte Versuch gewesen sein, den tödlichen Unfall doch noch aufzuklären. Nach Angaben der Polizei wird der Leiter der Zweibrücker Polizeiinspektion am 22. August in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" zu Gast sein.

Unfallverursacher fuhr Richtung Saarland weiter

Bei dem Unfall am 1. Juli war auf der A8 bei Zweibrücken-Ernstweiler ein heller, vermutlich weißer Mercedes auf ein Motorrad aufgefahren. Der 37 Jahre alte Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Er befindet sich noch immer in einer Klinik und konnte auch sechs Wochen nach dem Unfall noch nicht vernommen werden. Sein 13 Jahre alter Sohn, der mit auf der Maschine saß, kam ums Leben.

Der Unfallverusacher fuhr nach dem Unfall einfach weiter in Richtung Saarland. Unklar ist, ob ein Mann oder eine Frau das Auto fuhr, auch das Nummernschild ist unbekannt. Zeugen können sich weiterhin bei der Polizeiinspektion Zweibrücken telefonisch unter 06332/9760 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. Dass der Flüchtige von dem Unfall und den tragischen Folgen nichts mibekommen hat, ist nach Einschätzung der Polizei nahezu ausgeschlossen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.08.2018 berichtet.

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