Ein Luftbild des Schlossbergs mit einer Grafik des geplanten Aufzugs (Foto: Pressefoto/Roland Ecker)

Homburg will Millionen in Schlossberghöhlen investieren

Steffani Balle / Onlinefassung: Caroline Uhl   01.03.2017 | 15:44 Uhr

Die Stadt Homburg will ihre Schlossberghöhlen modernisieren und barrierefrei machen. Das soll Touristen in die Stadt locken, die dann möglichst auch die Region noch weiter erkunden sollen. Am Mittwoch stellte Oberbürgermeister Schneidewind die ehrgeizigen Pläne für das Homburger Wahrzeichen vor.

Die Schlossberghöhlen sind in die Jahre gekommen: Seit der Wiedereröffnung vor vier Jahren hat sich die Besucherzahl von einstmals über 60.000 auf rund 20.000 verringert. Diese Besucher fehlen nicht nur den Höhlen, sondern der Stadt, den Geschäftsleuten und den Gastronomen in Homburg.

Per Aufzug in 60 Meter Höhe

Die Stadtverwaltung will dem Besucherrückgang entgegentreten. Am Mittwoch präsentierte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD), was Homburg mit seinen Schlossberghöhlen vorhat: So soll beispielsweise ein zweistufiger so genannter Erlebnis-Aufzug gebaut werden. Die Aufzüge sollen die Besucher in 30-Meter-Schritten von der Homburger Innenstadt bis hoch zur Festung bringen.

Als zusätzliches Highlight ist ein Baumwipfelpfad geplant. In 60 Metern Höhe soll es eine Aussichtsplattform mit Glasfußboden geben. Auf 30 Metern Höhe soll ein modernes Besucherzentrum entstehen: multimedial, großzügig und ansprechend eingerichtet – und bis dorthin auch barrierefrei.

Barrierefreie Höhlen

Ein Teil der Höhlen soll ebenfalls mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu besichtigen sein. Notwendig dafür ist außer der Aufzugsanlage und den Plattformen auch eine Sanierung der Höhlen, die Einrichtung individueller Führungen über digitale Medien, das Abtragen der derzeit einsturzgefährdeten Höhlendecke und einiges mehr. Die Kosten für das ganze Vorhaben werden auf bis zu sechs Millionen Euro geschätzt.

Eine Machbarkeitsstudie ist bei einem Kölner Institut in Auftrag gegeben. Sollte die positiv ausfallen, hat das Wirtschaftsministerium vorab zugesagt, 70 Prozent der Kosten über EU-Fördergelder zu begleichen.

Über dieses Thema wurde auch in der Rundschau am 1. März 2017 berichtet.

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