Winterberg-Klinikum Saarbrücken (Foto: Klinikum Saarbrücken gGmbH)

Neue Behandlungsmethode am Klinikum Saarbrücken

  17.07.2022 | 10:52 Uhr

Ärzte des Klinikums Saarbrücken haben bei einer Aneurysma-Patientin erstmals ein neues Behandlungsverfahren angewandt. Nach der offiziellen Zulassung dieser Methode war es deutschlandweit der erste Einsatz dieser Art. Durch das Verfahren, das bislang nur für Behandlungen im Kopfbereich vorgesehen war, konnte eine offene Operation im Bauchbereich vermieden werden.

Medizinerinnen und Mediziner des Klinikums Saarbrücken Winterberg haben deutschlandweit zum ersten Mal ein Aneurysma im Bauchbereich mit einer neuen Methode behandelt. Wie die Klinik mitteilte, konnte der Patientin dadurch minimalinvasiv und ohne offene Operation geholfen werden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Nachdem zunächst unklar war, was die Ursache für die Bauchschmerzen der 65-jährigen Patientin war, konnten ihr die Ärztinnen und Ärzte ein Aneurysma in der Leberarterie, also eine krankhafte Ausweitung einer Schlagader, diagnostizieren. Sie einigten sich darauf, nicht offen operieren zu wollen.

Stattdessen kam eine radiologisch-interventionelle Behandlung mit einem sogenannten "Flodiverter" zum Einsatz. Die Methode, mit der bislang nur Gefäßaussackungen im Kopf behandelt wurden, konnte damit das erste Mal auch im Bauchraum angewandt werden. Drei Fachbereiche haben dafür interdisziplinär zusammengearbeitet.

Eingriff minimalinvasiv

"Die Patientin kann unter guten Bedingungen schnell wieder fit werden", erklärt Michael Steffen, Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie den Vorteil des minimalinvasiven Eingriffs. Einschränkungen blieben der Patientin durch das Verfahren im Nachhinein keine.

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