Achterbahn im Wild- und Freizeitpark in Klotten (Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Kreis Cochem-Zell verbietet Betrieb der Achterbahn

  10.08.2022 | 16:56 Uhr

Der Freizeitpark Klotten ist nach dem tödlichen Sturz einer 57-jährigen Saarländerin aus der Achterbahn zwar wieder geöffnet. Das Fahrgeschäft darf aber auf Anordnung des Kreises Cochem-Zell vorerst nicht in Betrieb genommen werden.

Nach dem tödlichen Unglück im Freizeitpark Klotten hat der Kreis Cochem-Zell den Betrieb der betreffenden Achterbahn vorerst verboten. Wie der SWR berichtet, müsse der TÜV die Sicherheit der Anlage zunächst durch einen Sachverständigen prüfen lassen. Wann das geschehe, sei noch nicht klar.

Seit Dienstag ist der Park wieder für Besucherinnen und Besucher offen. Auf seiner Homepage hatte der Betreiber zuvor erklärt, dass die Achterbahn zwar wieder freigegeben worden sei, man sie "aber vorsorglich nochmal vom TÜV prüfen" lassen wolle.

Nach Angaben des SWR seien trotz des guten Wetters am Dienstag deutlich weniger Gäste in dem Freizeitpark gewesen, als in den Ferien sonst üblich. Die Stimmung sei bei den Mitarbeitenden eher bedrückt gewesen.

Kein Hinweis auf Straftat

Die 57-jährige Verunglückte aus dem Kreis St. Wendel war aus bisher ungeklärten Umständen aus der fahrenden Achterbahn gefallen. Einen Hinweis auf eine Straftat gibt es bislang nicht. Demnach habe sich kein Anfangsverdacht ergeben, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Mittwoch mitteilte. Laut Obduktion war die 57-Jährige eindeutig an den Folgen des Sturzes gestorben.

Die Staatsanwaltschaft betonte, das laufende Todesermittlungsverfahren sei kein strafprozessuales Ermittlungsverfahren. Es diene vielmehr als "Vorverfahren" lediglich dazu festzustellen, ob ein Anfangsverdacht bestehe.

Vernehmung von Zeugen

Wann ein in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Vorfall vorliege, sei noch nicht absehbar. Unterlagen zu der Achterbahn sind laut Staatsanwaltschaft sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch vom Betreiber zur Verfügung gestellt worden. Sie würden zurzeit ausgewertet, darüber hinaus würden Zeugen vernommen.

Der Park blieb am Sonntag und Montag geschlossen. Am Montag richtete sich der Betreiber auf seiner Webseite an die Angehörigen des Unfallopfers.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.08.2022 berichtet.

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