Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenmappen (Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Mutmaßliches Mordopfer hatte Kontakt ins Rockermilieu

Thomas Gerber   24.03.2021 | 18:09 Uhr

Im "Mordprozess ohne Leiche" ist am Mittwoch vor dem Landgericht unter anderem die Ehefrau des seit 1991 verschwundenen Völklingers Peter Gregorius als Zeugin vernommen worden. Dabei wurde deutlich, dass Gregorius Verbindungen ins Rockermilieu hatte.

Die 54-jährige Arzthelferin räumte vor Gericht ein, dass ihr Mann Kontakte zu einer Rockergruppe hatte und Drogen konsumiert habe. Über Drogengeschäfte habe sie allerdings nichts gewusst. Auf Nachfragen der Verteidigung der beiden Angeklagten wurde bekannt, dass ein knappes Jahr vor seinem Verschwinden Gregorius einige Tage in einem Schweizer Gefängnis saß.

An der Grenze zu Deutschland war er in einem Kleintransporter mit mehreren Asiaten an Bord gestellt worden. Er stand unter Verdacht des Menschenhandels. In wessen Auftrag Gregorius damals in der Schweiz unterwegs war, blieb unklar. Für die Verteidigung der beiden Angeklagten ist es eine nach wie vor heiße Spur.

Fortsetzung am 13. April

Denn möglicherweise sei Gregorius ins organisierte Verbrechen verstrickt gewesen und eben nicht von den beiden Angeklagten getötet wurde, sondern von Rockern. Die Kriminalpolizei hatte damals auch in diese Richtung ermittelt, war aber nicht fündig geworden. Der Prozess wird am 13. April fortgesetzt.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 24.03.2021 berichtet.

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