Einsatzkräfte der Polizei errichten eine Straßensperre, nachdem zwei Beamte bei einer Verkehrskontrolle tödlich verletzt wurden. (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Ein Tatverdächtiger im Fall Kusel freigelassen

Barbara Spitzer / Onlinefassung: Anne Staut   09.03.2022 | 11:50 Uhr

Nach dem mutmaßlichen Polizistenmord bei Kusel ist ein Tatverdächtiger freigelassen worden. Der Haftbefehl wegen Jagdwilderei und Strafvereitelung wurde aufgehoben, weil keine Fluchtgefahr besteht.

Fünf Wochen nach dem mutmaßlichen Mord an zwei Polizisten bei Kusel ist einer der beiden Tatverdächtigen wieder frei. Nach Angaben seines Verteidigers wurde der zuletzt noch bestehende Haftbefehl wegen Jagdwilderei und Strafvereitelung mangels Fluchtgefahr aufgehoben. Das Landgericht Kaiserslautern habe damit einer Beschwerde der Verteidigung stattgegeben.

Gegen den 32-jährigen Florian V. war zunächst wie gegen Andreas S. wegen gemeinschaftlichen Mordes an den beiden Polizisten ermittelt worden.

Tatverdächtiger im Fall Kusel freigelassen
Audio [SR 3, Barbara Spitzer, 09.03.2022, Länge: 00:53 Min.]
Tatverdächtiger im Fall Kusel freigelassen

Zweiter Tatverdächtiger weiter in U-Haft

Florian V. hatte den Vorwurf stets zurückgewiesen. Weil die Spurenlage den Mordvorwurf gegen ihn nicht erhärtet hatte, wurde dieser Tatverdacht vor einer Woche fallen gelassen.

Der 38-jährige Andreas S. bleibt weiter unter Verdacht des zweifachen Mordes in U-Haft. Er soll einen 29 Jahre alten Polizeikommissar und eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin am 31. Januar bei Kusel erschossen haben, als sie das Fahrzeug der mutmaßlichen Wilderer kontrollieren wollten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.03.2022 berichtet.

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