Blaulicht der Polizei (Foto: picture alliance / Friso Gentsch/dpa)

Mutmaßlicher Menschenhändler in Haft

  27.11.2020 | 16:38 Uhr

Nach Ermittlungen der saarländischen Polizei ist ein mutmaßlicher Menschenhändler in Augsburg festgenommen worden. Dem 29-Jährigen wird vorgeworfen, zusammen mit Komplizen junge Frauen zur Prostitution in Saarbrücken gezwungen zu haben.

Der mutmaßliche Menschenhändler ist in einem Hotel in Augsburg festgenommen worden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Mann war demnach per Haftbefehl gesucht worden. Die Ermittler werfen dem 29-Jährigen vor, Frauen im Alter von 19 bis 20 Jahren unter Vorspiegelung falscher Tatsachen aus dem rumänisch-ungarischen Grenzgebiet nach Deutschland geholt zu haben.

Mit Drohung, Demütigung und körperlicher Gewalt sollen die Frauen in Saarbrücken und in Bayern zur Prostitution gezwungen worden sein. Die Einnahmen aus der Prostitution hätten die Opfer übergeben müssen. Der 29-Jährige gilt als Hauptverdächtiger, die Ermittlungen hatten die Polizei zu einer Gruppe von Tätern geführt.

Komplizen gesucht

Die Polizei fahndet europaweit nach einem 28-jährigen Komplizen sowie einer 30-jährigen Mittäterin. Ihnen werde der gewerbs- und bandenmäßige Menschenhandel sowie Zwangsprostitution vorgeworfen, hieß es.

In Augsburg waren laut Polizei zwei weitere Tatverdächtige sowie acht Opfer der Menschenhändler identifiziert worden. Wie viele Frauen insgesamt Opfer der Menschenhändler geworden sind, konnte ein Sprecher der Polizei nicht sagen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 27.11.2020 berichtet.

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