Ein Musikschüler spielt in einer Musikschule auf der Blockflöte (Foto: dpa)

Zu wenig Musiklehrer im Saarland

Sarah Sassou   19.12.2019 | 07:00 Uhr

Die öffentlichen Musikschulen beklagen einen Lehrermangel. Nach Angaben des saarländischen Musikschulverbands stellt das die Schulen vor große Herausforderungen, weil die Schülerzahlen stetig wachsen. Derzeit sind im Land rund 11.000 Schüler an Musikschulen.

Der Beruf des Musikschullehrers an einer öffentlichen Musikschule sei nicht attraktiv. Das sagt der Leiter des Landesverbands Saar der Musikschulen, Dieter Boden. Etwa 200 der mehr als 300 Musiklehrer würden nur als Honorarkräfte, also stundenweise, beschäftigt. Derzeit versuche man deswegen, mit der Hochschule für Musik Saar Modelle zu entwickeln, um den Musiklehrern zum Beispiel bessere Fortbildungsmöglichkeiten bieten zu können.

360.000 Euro für Musikschulen

Mehr Lehrer wären aber dringend nötig, um die steigenden Schülerzahlen zu bewältigen. Boden sagte, viele neue Schüler kämen durch Kooperationen mit Schulen und Kitas dazu. Diese werden zum Teil auch von Land und Bund gefördert.

In diesem Jahr hat das Saarland für 13 Musikschulen rund 360.000 Euro ausgegeben. Mit ihrem jeweiligen Anteil daran kann aber jede Schule nur etwa fünf Prozent ihrer Gesamtkosten bezahlen. Den Rest tragen Kreise, Städte und Kommunen sowie die Eltern.

Über dieses Thema berichtet auch die SR 3-Rundschau vom 19.12.2019.

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