Eine junge Frau mit Mundschutz sitzt im Auto (Foto: imago images/Bernd Friedel)

Blitzerfotos funktionieren trotz Mundschutz

Patrick Wiermer   14.04.2020 | 13:48 Uhr

Die Polizei sieht im vermehrten Tragen von Mund- und Nasenschutz im Alltag keine größeren Probleme bei der Verfolgung von Verstößen und Verbrechen. Laut Innenministerin hat es bislang weder bei der Zentralen Bußgeldstelle, die Verkehrsverstöße verfolgt, noch bei der Vollzugspolizei Einschränkungen gegeben.

Mundschutz versus Vermummungsverbot?
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 14.04.2020, Länge: 00:43 Min.]
Mundschutz versus Vermummungsverbot?

Bei Blitzerfotos etwa habe es noch keine "einschlägigen Fälle" gegeben, bei denen die Fahrer nicht oder nur schwer zu ermitteln waren, teilte das Innenministerium mit. Die Fotos würden im Einzelfall genauer geprüft. Trotz des Mundschutzes seien große Teile des Kopfes und des Gesichts zu erkennen. Sei der Fahrer dennoch nicht eindeutig zu identifizieren, könne der Halter auch zur Führung eines Fahrtenbuchs gezwungen werden.

Probleme bei Zeugenbeschreibungen denkbar

Auch die Vollzugspolizei sieht grundsätzlich keine Behinderungen bei der Identitätsfeststellung. Im Einzelfall könne die Polizei von Betroffenen auch verlangen, den Mundschutz abzunehmen, so das Ministerium.

Probleme seien allerdings etwa bei der Auswertung der Kameraüberwachung und der Beschreibung von Tätern durch Zeugen denkbar.

Über dieses Thema berichtete die SR 3-Rundschau am 14.04.2020.

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