eine Mutter hält ihr frühgeborenes Kind im Arm (Foto: dpa)

MRSA-Keime auf Frühchen-Station in Kaiserslautern

  24.07.2020 | 20:40 Uhr

Das Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern kämpft seit vergangener Woche mit einem MRSA-Ausbruch auf seiner Kinderintensivstation. Bislang wurde bei sechs Frühchen der antibiotika-resistente Keim festgestellt. Wie sie sich damit ansteckten, ist bislang unbekannt.

Wie das Westpfalz-Klinikum mitteilte, war das erste Kind vor rund eineinhalb Wochen positiv auf MRSA-Bakterien (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) getestet worden. Der Keim war im Zuge eines Routinescreenings entdeckt worden. Eine sofort eingeleitete Reihentestung hatte kurze Zeit später bei vier weiteren Frühchen zu positiven Ergebnissen geführt. Inzwischen ist ein sechstes Kind positiv getestet.

Quelle bislang unbekannt

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Laborbefunde hatte die Einrichtung einen Aufnahmestopp für die betroffene Station verhängt und eine "Taskforce" eingesetzt. Da die Quelle des Keims bislang nicht gefunden wurde, weitet das Klinikum die Suche danach nun aus. Mittlerweile wurden auch die Eltern der Frühgeborenen sowie zum zweiten Mal die Beschäftigten auf der Kinderintensivstation auf den Keim getestet. Erste Ergebnisse werden in Kürze erwartet.

MRSA kann lebensbedrohlich sein

Bei MRSA handelt es sich um Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind. Der Erreger kann für Kleinkinder lebensbedrohlich werden. Gelangen die Bakterien über Wunden oder Schleimhäute in den Körper, können sie eine Infektion auslösen.

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