Aktenstapel (Foto: dpa)

Neunkircher Mordprozess: Lebenslange Haft gefordert

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Thomas Braun   22.10.2018 | 14:57 Uhr

Im Mordprozess gegen einen 24-Jährigen aus Neunkirchen hat die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Saarbrücker Landgericht eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Der Mann hatte im April seine Ex-Freundin getötet.

Die Staatsanwaltschaft hält es für erwiesen, dass der Mann im April seine ehemalige Lebensgefährtin aus niedrigen Beweggründen und "eiskalt" in der gemeinsamen Wohnung erwürgt hatte.

Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und forderte elf Jahre Haft. Der Angeklagte habe aus Wut die Kontrolle über sich verloren, leide außerdem seit Jahren unter der Borderline-Krankheit. Zum Prozessauftakt hatte der 24-Jährige die Tat über seinen Verteidiger eingeräumt, aber eine Tötungsabsicht bestritten.

Ein Gutachten hatte die psychische Erkrankung des Angeklagten zuvor als nicht strafmildernd eingestuft. Das Urteil wird am Donnerstagmorgen verkündet.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 22.10.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen