Strafprozessordnung und Gerichtsakten (Foto: dpa/Bodo Schackow)

Kusel-Prozess wurde fortgesetzt

  23.09.2022 | 06:28 Uhr

Der Prozess um die beiden getöteten Polizisten bei Kusel ist am Freitag vor dem Landgericht Kaiserslautern fortgesetzt worden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Aussagen von Sachverständigen.

Vor dem Landgericht Kaiserslautern ist am Freiag der Mordprozess um tödliche Schüsse auf zwei Polizisten bei Kusel fortgesetz worden. Nachdem der Prozesstag am Montag aufgrund der Corona-Erkrankung eines Gutachters schnell beendet war, wurden Sachverständige der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vernommen werden. Im Fokus stand die Frage, wer zuerst auf die Polizisten geschossen hat.

Bislang beschuldigen sich die beiden Angeklagten gegenseitig, das Feuer auf die Polizistin eröffnet zu haben. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft hat der Hauptangeklagte Andreas S. sowohl den 29-jährigen Polizeioberkommissar als auch seine 24-jährige Kollegin erschossen. Bereits am sechsten Prozesstag hatten sich vor Gericht Gutachter zu den verwendeten Waffen und gefundener DNA geäußert.

Auch Mantel des Hauptangeklagten Thema

Darüber hinaus ging es am Freitag um einen Mantel des Hauptangeklagten Andreas S., den er in der Tatnacht möglicherweise getragen haben könnte. Das hat der Mitangeklagte Florian V. in Vernehmungen mehrfach betont. Andreas S. streitet allerdings ab, diesen Mantel getragen zu haben.

Die Tat hatte sich am 31. Januar ereignet. Bei einer Fahrzeugkontrolle nahe Kusel in der Westpfalz ein 29-jähriger Polizeikommissar und eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin erschossen worden. Anschließend waren die beiden tatverdächtigen Männer im Saarland festgenommen worden.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.09.2022.

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