Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Fünf nicht aufgeklärte Tötungsdelikte im Saarland

  30.07.2020 | 12:30 Uhr

Seit 2009 ist es im Saarland zu fünf Tötungsdelikten gekommen, die bis heute nicht aufgeklärt werden konnten. Das teilte die Polizei dem SR auf Anfrage mit. Bei den Opfern handelt es sich um drei Männer und zwei Frauen.

Jüngstes Opfer war eine 38-jährige Französin, die am 25. Juli 2017 in ihrer Wohnung in der Metzer Straße in Saarbrücken tot aufgefunden worden war. Die Obduktion hatte ergeben, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war. Das Opfer soll sich im Drogen- und Rotlichtmilieu bewegt haben.

Weitere ungeklärte Tötungsdelikte

75-Jährige aus Wiebelskirchen

Das älteste Opfer war eine 75-Jährige, die 31. August des gleichen Jahres in einem Einfamilienhaus in Wiebelskirchen getötet wurde. Es wurde eine Mordkommission mit 14 Polizeibeamten eingerichtet, die in alle Richtungen ermittelte.


Unternehmensberater aus Saarbrücken

Am 25. Juli 2013 wurde ein 56 Jahre alter Unternehmensberater in Saarbrücken tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Obduktion ergab später, dass massive Verletzungen im Kopfbereich und am Oberkörper zum Tod geführt hatten. Die Polizei ging davon aus, dass die Tat in Zusammenhang mit einem versuchten Einbruch in der Nähe steht.


Lkw-Fahrer erschlagen

Ein 42-jähriger Lkw-Fahrer einer ausländischen Spedition wurde am 15. Januar 2018 auf einem Rastplatz an der A6 bei Homburg erschlagen. Nachdem er nicht zu einem Ladetermin erschienen war, hatte ihn seine Spedition per GPS geortet und einen weiteren Mitarbeiter zur Raststätte geschickt. Dieser fand den Mann tot in seiner Fahrerkabine.


Vermisster 63-Jähriger

Ein 63 Jahre alter Mann, der 2009 zunächst als vermisst gemeldet worden war, wurde rund zwei Monate danach in der Staustufe in Kanzem (Rheinland-Pfalz) tot aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass er am 31. Oktober 2009 erschlagen wurde. Auch diese drei Fälle gelten bis dato als ungelöst.

Kleinblittersdorfer Baby nicht mehr in der Liste

Ungeklärte Tötungsdelikte an Kindern oder Jugendlichen hat es in den vergangenen zehn Jahren im Saarland nicht gegeben. Der Fall eines 2013 in Kleinblittersdorf tot aufgefundenen neugeborenen Kindes wird laut Polizei mittlerweile nicht mehr als Mord oder Totschlag angesehen. Es konnte nicht nachgewiesen werden, ob das Kind überhaupt lebend zur Welt kam.

Bei Tötungsdelikten werden die Ermittlungen nicht eingestellt. Sie ruhen, können aber bei neuen Anhaltspunkten und Beweisen jederzeit wieder aufgenommen werden.

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