Installation eines Wasseranschlusses (Foto: IMAGO / U. J. Alexander)

Wasserschäden oft durch Montagefehler

  16.11.2021 | 21:03 Uhr

Wasserschäden durch Leitungen sind im Saarland häufig auf mangelhafte Montage zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis sind Prüfer der Dekra bei einer Untersuchung in Saarbrücken gekommen. Offenbar halten sich viele Monteure nicht an Montageanleitungen oder missachten die Richtlinien.

Das Dekra-Labor für Werkstofftechnik und Schadensanalytik in Saarbrücken hat bei einer Laboruntersuchung von 200 Leitungswasserschäden festgestellt, dass in 44 Prozent der Fälle Fehler bei der Installation der Grund für Überschwemmungen und Gebäudeschäden waren.

Anleitungen werden oft ignoriert

Auffällig dabei für die Dekra-Experten: Viele Monteure hielten sich offensichtlich nicht an Montageanleitungen, oder sie missachteten die Richtlinien zum Einbau von Press-, Steck- oder Klemmverbindungen. Oft wurden auch falsche Werkzeuge verwendet, die Rohre mit zu viel Spannung verlegt oder nicht genügend vor Feuchtigkeit von außen geschützt.

Der zweithäufigste Grund für Wasserschäden waren mangelhafte Bauteile, gefolgt von ungünstigen Wasserverhältnissen oder Planungsfehlern.

Dekra hatte in Saarbrücken 200 Leitungswasser-Schäden aus den letzten fünf Jahren untersucht und anonymisiert ausgewertet, im Auftrag von Versicherungen, Bausachverständigen sowie Bau- und Handwerksunternehmen. Ermittelt wurden Schadensursachen bei Heiz-, Kühl-, Trink- und Abwasserleitungen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.11.2021 berichtet.

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