Verkehr auf einer Autobahn (Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Mobilität sinkt über Ostern weniger stark als im Vorjahr

  13.04.2021 | 14:03 Uhr

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie waren die Menschen in Deutschland an Ostern mehr unterwegs als an den Ostertagen 2020. Das geht aus Auswertungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Die saarländischen Zahlen lagen dabei meist deutlich über dem Bundesschnitt.

Am Karfreitag 2021 war die Mobilität in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts um ein Fünftel geringer als im Vorpandemiejahr 2019, am Ostermontag wurden ein Drittel weniger Bewegungen als 2019 beobachtet. Am Osterwochenende selbst (Karsamstag und Ostersonntag) war die Mobilität 14 Prozent geringer als 2019. Vor einem Jahr waren es 28 Prozent.

Im Saarland lagen die Werte 2021 meist über denen des Bundes - vor allem am Ostersonntag haben sich hier mehr Menschen bewegt als im deutschlandweiten Schnitt. Diese Entwicklung hatte sich bereits auch für den zweiten Lockdown im Winter gezeigt.

Weniger größere Reisen

Besonders oft verzichteten die Bundesbürger auf Reisen über Distanzen von mehr als 100 Kilometern - hier gab es einen Rückgang von knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorpandemiejahr. Starke Rückgänge längerer Reisen waren im März 2021 sonst nur an Sonntagen zu beobachten, während sich dieses Muster an Ostern von Karfreitag bis Ostermontag durchgängig zeigte.


Mit Hilfe von Handydaten versucht das Statistische Bundesamt während der Corona-Pandemie, Veränderungen der Mobilität abzubilden. Zur Erstellung der Mobilitätsindikatoren werden demnach anonymisierte und aggregierte Mobilfunkdaten aus dem Netz des Mobilfunkanbieters Telefónica verwendet.

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