Mobiler Blitzer zur Geschwindigkeitsmessung, ein sogenannter „Enforcement Trailor“ im Einsatz  (Foto: imago images/CHROMORANGE)

Saarbrücken testet neuen mobilen Blitzer

Thomas Braun   29.01.2020 | 11:07 Uhr

Seit Mitte Januar ist in Saarbrücken ein neuartiger mobiler Blitzer im Einsatz. Die Stadt will damit flexibler gegen Raser vorgehen. Die Testphase läuft zunächst ein Jahr.

Zusätzlich zu seinen sechs stationären Blitzern geht die Stadt Saarbrücken nun auch mit einem mobilen Gerät - einem sogenannten Enforcement Trailer oder auch "Panzerblitzer" - gegen Raser vor. Der mobile Blitzer ist ein kompakter Anhänger, der schnell an seinen Einsatzort transportiert werden kann und dort über einen längeren Zeitraum aktiv ist - ohne dass er von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes überwacht werden muss.

Flexibler auf Anwohnerbeschwerden reagieren

"Mit einem neuen mobilen Gerät zur Geschwindigkeitsmessung, das rund um die Uhr und auch an den Wochenenden eingesetzt wird, erhöhen wir die Flexibilität unserer Kontrollen und können noch besser auf konkrete Beschwerden reagieren", bestätigte Stadtpressesprecher Thomas Blug Berichte mehrerer Medien. Diese Beschwerden über zu schnell fahrende Autos gingen nahezu täglich bei der Stadt ein, so Blug.

Das Gerät soll vor allem in Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigten Bereichen, Wohnstraßen, im Umfeld von Kindergärten, Spielplätzen, Schulen, Senioren-Einrichtungen und an Unfallhäufungsstellen eingesetzt werden.

90.000 Euro Miet- und Schulungskosten

Rund 90.000 Euro Miete zahlt die Stadt dafür an den Hersteller Vitronic - inklusive Schulung der städtischen Mitarbeiter. Ob die Stadt am Ende drauflegt oder einen Überschuss erzielt, würden die kommenden Monate zeigen, so Blug. Für eine erste Zwischenbilanz sei es noch zu früh.

"Beschusssichere Hülle"

Der Blitzer-Anhänger ist nach Herstellerangaben durch mehrere Maßnahmen gegen Vandalismus gesichert. Am Einsatzort wird er abgesenkt und kann dadurch nicht mehr abtransportiert werden, er ist speziell abgedichtet und von einer beschusssicheren Hülle umgeben.

In mehreren Bundesländern sind diese mobilen Blitzer bereits im Einsatz: Hamburg hat Anfang des vergangenen Jahres sechs Anhänger bestellt, auch die hessische Polizei setzt bereits mehrere dieser Geräte ein.

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