Krankenhäuser im Saarland: Diakonisches Klinikum in Neunkirchen (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Mitarbeitervertretung in Diakonieklinik Neunkirchen aufgelöst

  14.11.2021 | 18:01 Uhr

Die Kreuznacher Diakonie hat die Mitarbeitervertretung im Diakonieklinikum Neunkirchen aufgelöst. Das hat die Gewerkschaft Verdi mitgeteilt. Die Mitarbeitervertretung habe damit sämtliche Mitbestimmungsrechte verloren.

Der Pflegebeauftragte der Gewerkschaft Verdi Michael Quetting hat scharfe Kritik am Träger des Diakonieklinikum Neunkirchen, der Kreuznacher Diakonie, geübt. Diese habe die gesamte Mitarbeitervertretung im Diakonieklinikum abgesetzt und damit "den Beschäftigten in Neunkirchen auch noch ihre geringsten Rechte der Mitbestimmung" genommen.

Dienstvereinbarung für nichtig erklärt

Hintergrund sei ein Urteil des Kirchengerichts, das eine Dienstvereinbarung aus dem Jahr 2018 für nichtig erklärt habe. Die bisher freigestellten Beschäftigten müssten demnach ab Montag wieder an ihrem alten Arbeitsplatz erscheinen.

Video [aktueller bericht, 15.11.2021, Länge 3:19 Min.]
Mitarbeitervertretung im Diakoniekrankenhaus Neunkirchen abgesetzt

Der Verdi-Pflegebeauftragte Quetting forderte die Kreuznacher Diakonie auf, die abgesetzte Mitarbeitervertretung im Klinikum Neunkirchen kommissarisch wieder einzusetzen, damit sie eine Neuwahl der Mitarbeitervertretung einleiten kann.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 13.11.2021 berichtet.

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