Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Mitarbeiterin eines Impfzentrums verletzt

Steffani Balle   11.08.2021 | 08:12 Uhr

Eine Mitarbeiterin in einem der saarländischen Impfzentren ist am Montag von einer Frau angegriffen und an der Hand verletzt worden. Auslöser der Handgreiflichkeit war, dass der Sohn der Angreiferin gegen ihren Willen dort geimpft worden war.

Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen in Neunkirchen: Nach Auskunft durch den Leiter des Impfzentrums sei eine etwa 45 Jahre alte Frau aufgeregt ins Impfzentrum gekommen und habe gefragt, warum ihr Sohn gegen ihren ausdrücklichen Willen eine Impfung gegen Covid 19 erhalten habe.

Sohn konnte selbst entscheiden

Handgreiflichkeit gegen Impfzentrums-Mitarbeiterin
Audio [SR 3, Steffani Balle, 11.08.2021, Länge: 00:56 Min.]
Handgreiflichkeit gegen Impfzentrums-Mitarbeiterin

Ihr sei von einer Mitarbeiterin erklärt worden, dass ihr Sohn im Alter von 16 Jahren selbst über einen medizinischen Eingriff entscheiden könne. Zur Untermauerung habe sie der Frau die Akte mit dessen Unterschrift zeigen wollen.

Daraufhin habe diese versucht, der Mitarbeiterin die Akte aus der Hand zu reißen und ihr dabei mit beiden Händen mit Wucht das rechte Handgelenk verdreht und sie beim anschließenden Gerangel leicht verletzt. Die Impfzentrumsmitarbeiterin habe daraufhin die Polizei verständigt.

Angreiferin verschwunden

Bei deren Eintreffen hatte sich die Angreiferin bereits aus dem Impfzentrum entfernt, sodass ihre Personalien nicht aufgenommen werden konnten, bestätigt die Polizei Neunkirchen den Vorfall. Nach Auskunft durch den Dienststellenleiter will die Angegriffene Strafanzeige erstatten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 11.08.2021 berichtet.

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