LKW parken an einer Autobahn-Raststätte (Foto: dpa)

Viele Missstände bei Lkw-Fahrern

  10.10.2021 | 20:15 Uhr

Die Arbeitskammer und der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB haben bei einer Beratungsaktion für Lkw-Fahrer am Samstag zahlreiche Missstände vorgefunden. Es sei reihenweise gegen die Arbeitsrechte der Fahrer verstoßen worden.

Nach Angaben der Arbeitskammer haben ihre Berater am Samstag insgesamt 80 Gespräche mit Lkw-Fahrern geführt, die meist aus Osteuropa stammten. Dass sie diese auf Rastplätzen antrafen, sei bereits ein Verstoß gegen die Arbeitsrechte der Fahrer, da ihnen für längere Ruhezeiten eine Unterkunft zustehe.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 10.10.2021, Länge: 1:23 Min.]
Zahlreiche Missstände bei Lkw-Fahrern

Mindestlohn auch rückwirkend möglich

Viele der Fahrer hätten über weitere Missstände berichtet. So seien einige von ihrem Arbeitgeber aufgefordert worden, Ladezeiten als Pausen und nicht als Arbeitszeit festzuhalten.

Auch über den Mindestlohn informierten die Berater die Fahrer. Wenn sie in Deutschland führen, gelte auch für sie der Mindestlohn. Die Arbeitskammer wies sie darauf hin, dass der Mindestlohn auch drei Jahre rückwirkend eingefordert werden könne. Dafür müsse die Arbeitszeit aber dokumentiert sein.

Wichtig sei auch die genaue Erfassung von Grenzübertritten. In Luxemburg gelte zum Beispiel ein höherer Mindestlohn.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 10.10.2021 berichtet.

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