Symbolbild: Justiz (Foto: SR/Felix Schneider)

Missbrauchs-Prozess erneut unterbrochen

  01.10.2020 | 13:52 Uhr

Vor dem Saarbrücker Landgericht ist am Donnerstag der Prozess gegen einen ehemaligen Psychotherapeuten, der wegen schwerem sexuellen Kindesmissbrauch angeklagt ist, erneut unterbrochen worden. Grund für die Unterbrechung ist die Verhandlungsunfähigkeit des Hauptangeklagten.

Der 74-jährige Angeklagte sei am Mittwoch wegen eines akuten Natriummangels von der JVA Saarbrücken ins Winterbergklinikum verlegt worden. Sein Zustand habe sich mittlerweile stabilisiert, verhandlungsfähig sei er aber noch nicht, so ein Sachverständiger vor Gericht.

Missbrauch an siebenjährigem Jungen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sich im Rahmen einer Langzeit-Psychotherapie in mindestens zehn Fällen an einem zu Beginn siebenjährigen Jungen vergangen zu haben. Demnach habe der Beschuldigte zunächst ein Vertrauensverhältnis zu dem Opfer aufgebaut – danach soll es in mindestens zehn Fällen zu sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Die Hauptverhandlung soll nun am Montag mit weiteren Zeugenaussagen fortgesetzt werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.10.2020 berichtet.

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