Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenmappen (Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Vier Jahre Haft für ehemaligen Jugendpfarrer

  05.11.2020 | 15:50 Uhr

Der ehemalige Jugendpastor der sektenähnlichen „Gemeinde ohne Mauern“ ist vom Landgericht Saarbrücken wegen sexuellen Missbrauchs in 52 Fällen zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Betroffen sind zwei Mädchen, die zum Zeitpunkt der Taten zwischen 15 und 18 Jahre alt waren.

Die Taten ereigneten sich zwischen 2013 und 2018 im Haus des Verurteilten in Mettlach, wo er im Rahmen eines Familienkreises für die sexuelle Erziehung zuständig war. Der Pastor habe sich selbst als „Handschuh Gottes“ gesehen und die Taten unter dem Vorwand einer „Heilung“ durchgeführt, erklärten die Richter am Donnerstag.

Dabei sei es aber vorrangig darum gegangen, seine persönlichen sexuellen Neigungen auszuleben und dafür seine Stellung und die seelische Abhängigkeit der Opfer auszunutzen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.11.2020 berichtet.

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