Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. (Foto: picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa)

Offenbar keine Übergriffe am Westpfalz-Klinikum

Thomas Gerber   09.07.2019 | 11:14 Uhr

Der im Verdacht des sexuellen Missbrauchs stehende Assistenzarzt der Homburger Kinder- und Jugendpsychiatrie hatte in seiner Zeit am Kaiserslauterner Westpfalz-Klinikum offenbar keinen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Zu diesem Ergebnis ist die sogenannte Taskforce gekommen, die nach Bekanntwerden des Skandals am Westpfalz-Klinikum eingesetzt worden war.

Offenbar keine Übergriffe durch Assistenzarzt in Kaiserslautern
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 09.07.2019, Länge: 00:41 Min.]
Offenbar keine Übergriffe durch Assistenzarzt in Kaiserslautern

Der verstorbene Assistenzarzt Matthias S. war von April 2014 bis zu seinem Tod im Juni 2016 in der Neurologie des Westpfalz-Klinikums beschäftigt. Die zehnköpfige Taskforce, die aus Vertretern der Geschäftsleitung, der Pflegedirektion und der ärztlichen Leitung bestand, hatte insbesondere untersucht, ob Matthias S. in Kaiserslautern auch minderjährige Patienten behandelt hatte. Etwa im Rahmen von Überweisungen von Kindern und Jugendlichen in die Neurologie. Dabei wurde auch das krankenhausinterne Informationssystem ausgewertet.

Lediglich ein Fall war aktenkundig. Matthias S. war gemeinsam mit anderen Ärzten in die Behandlung einer 17-jährigen Patientin in der Notaufnahme involviert. Die junge Frau sei zwischenzeitlich angeschrieben worden, Verdachtsmomente hätten sich nicht ergeben.

Hotline bleibt weiterhin erreichbar

Obgleich die Klinikleitung in ihrem Abschlussbericht Entwarnung gibt, soll die eingerichtete Hotline bestehen bleiben. An die können sich Patienten, Angehörige und Mitarbeiter wenden. Seit der Einrichtung der Hotline vor rund zwei Wochen seien aber auch dort bislang keinerlei Hinweise auf mögliche Auffälligkeiten eingegangen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 09.07.2019 berichtet.

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