Impfstoff AstraZeneca (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer)

AstraZeneca-Impfstoff wird freigegeben

  06.05.2021 | 19:15 Uhr

Impfwillige können sich künftig ohne Priorisierung in der Arztpraxis mit AstraZeneca impfen lassen. Das haben Bund und Länder beschlossen. Saar-Ministerpräsident Hans hatte sich zuvor dafür ausgesprochen.

Für die freiwillige Impfung mit AstraZeneca in den Arztpraxen gibt es ab sofort keine Priorisierung für Risikogruppen mehr. Das haben Bund und Länder am Donnerstag beschlossen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin mitteilte. Zuvor hatte sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) für die Freigabe ausgesprochen.

Viele Saarländer möchten gerne

Damit können sich jetzt auch Menschen freiwillig mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen lassen, die derzeit gemäß der Priorisierung noch nicht wegen ihres Alters, einer Vorerkrankung oder ihres Berufs dazu berechtigt wären.

Hans sagte, er bekomme von vielen Saarländerinnen und Saarländern die Rückmeldung, dass sie sich gerne mit AstraZeneca impfen lassen wollten. „Für mich ist klar: Wer über die Risiken aufgeklärt ist, sollte sich freiwillig für dieses Vakzin entscheiden können.“

Jung: Wartefrist verkürzen

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Magnus Jung, begrüßte die Pläne. „Eine Freigabe des Impfstoffes muss aber mit der Verkürzung der Frist zwischen Erst- und Zweitimpfung einhergehen, damit Menschen, die sich dafür entscheiden, nicht unnötig gegenüber anderen benachteiligt werden.“ Der bisherige Zeitraum von zwölf Wochen sei zu lang.

Im Saarland wurde AstraZenca bislang nur an Über-60-Jährige verimpft. Laut Kassenärztlicher Vereinigung  werden zahlreiche Impftermine, bei denen AstraZeneca verimpft werden soll, abgesagt.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 06.05.2021.

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