Eine Schwangere hält ein Glas mit Rotwein in der Hand. (Foto: Imago/Jürgen Tack)

Ministerium warnt Schwangere vor Alkohol

  09.09.2021 | 06:30 Uhr

Anlässlich des „Tags des alkoholgeschädigten Kindes“ macht das Gesundheitsministerium auf die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft aufmerksam. Jedes Jahr kämen im Saarland rund 140 Kinder mit Beeinträchtigungen auf die Welt - in Folge von Alkoholkonsum.  

Jeder Schluck Alkohol während der Schwangerschaft schadet dem Kind – mit solchen und ähnlichen Appellen machen seit 1999 Akteure  aus Politik und Gesellschaft auf die teils schwerwiegenden Folgen des Alkoholkonsums von Schwangeren aufmerksam.

"Es muss heißen: Null Komma Null während der gesamen Schwangerschaft!"
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 09.09.2021, Länge: 02:55 Min.]
"Es muss heißen: Null Komma Null während der gesamen Schwangerschaft!"

Auch das saarländische Gesundheitsministerium betont die Gefahren zum „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September: „Pro Jahr werden im Saarland schätzungsweise 140 Kinder mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen geboren, die dem Alkoholkonsum der Mutter geschuldet sind“, sagt der Landesdrogenbeauftragte Stephan Kolling (CDU).

Vielfältige Folgen

Zu den Folgen können zum Beispiel Lern- und Sprachprobleme, Ruhelosigkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Wachstumsstörungen und Fehlbildungen gehören. Der Alkoholkonsum zähle zu den häufigsten Ursachen für geistige Behinderungen oder Beeinträchtigungen, die nicht genetisch bedingt sind. Als Folge können unter anderem die Fetale Alkoholspektrumsstörung (FASD) und das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) auftreten.

„Schon geringe Mengen Alkohol können zu lebenslangen, unheilbaren Beeinträchtigungen und Behinderungen führen“, so Kolling weiter. Dabei seien diese Entwicklungsstörungen vollkommen vermeidbar.

Unterstützen Sie die Mutter dabei, keinen Alkohol zu konsumieren.

Der Landesdrogenbeauftragte weist auch auf die Verantwortung der Väter hin. Es sei auch deren Aufgabe, Mütter dabei zu unterstützen, keinen Alkohol zu trinken.

Familien und Gesundheit
Über Hilfsangebote für alkoholgeschädigte Kinder
Kinder, die schon im Mutterleib Alkohol ausgesetzt waren, haben später häufig Probleme, ihren Alltag zu bewältigen. Im SR-Interview erläutert die Diplompsychologin Corinna Oswald die Hintergründe und wirbt für die Nutzung der vielfältigen Präventions- und Hilfsangebote.

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