Industrieanlagen in Carling (Foto: SR)

Keine gesundheitsgefährdenden Stoffe ausgetreten

  17.10.2019 | 20:26 Uhr

Beißender Geruch im Raum Saarlouis und Völklingen: Davon hatten heute wiederholt Anwohner berichtet. Berufsfeuerwehr, Polizei und Mitarbeiter des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz haben daraufhin Messungen durchgeführt. Die ersten Ergebnisse stehen nun fest.

Demnach sind im Umfeld der französischen Chemieplattform Carling keine gesundheitsgefährdenden Stoffe ausgetreten. In Völklingen-Lauterbach sind die Messungen bereits abgeschlossen. Auch an den Messstationen in Warndt sind laut Umweltministerium bisher keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen chemischer Gase nachgewiesen worden. Dies gilt auch für den Raum Saarlouis.

Laut Umweltministerium sind beim Hochfahren einer neuen Anlage der lothringischen Chemieplattform Carling aufgrund eines defekten Flanschrohrs 1000 Liter Ethylacrylat entwichen. Da sich der Stoff bei Eintritt in die Atmosphäre verflüchtige, sei die ausgetretene Menge nicht gesundheitsschädigend.

Anwohner hatten am Donnerstag wiederholt von beißenden Gerüchen berichtet. Sie hatten sie sowohl am Vormittag als auch am frühen Nachmittag bemerkt.

Jost fordert Aufklärung

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) fordert derweil Konsequenzen von den Betreibern: "Für die aktuellen Vorkommnisse erwarte ich in den kommenden Tagen Aufklärung von französischer Seite." Zukünftig seien in so einer Situation von Firmenseite unverzügliche und direkte Informationen über die Ereignisse nötig. Zudem müsse die betroffene Anlage auf der Chemieplattform technisch entsprechend nachgerüstet werden, damit Vorkommnisse dieser Art für die Zukunft ausgeschlossen werden könnten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.10.2019 berichtet.

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