Kleinblittersdorf (Foto: SR/Alexander M. Groß)

Offenbar keine Schadstoffe in Kleinblittersdorf

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Sandra Schick   07.11.2019 | 06:45 Uhr

In der Diskussion um mögliche Schadstoffbelastungen in der Gemeinde Kleinblittersdorf hat das Umweltministerium vorerst Entwarnung gegeben. In den vergangenen 15 Monaten seien keine Grenzwerte überschritten worden. Dies hätten Staubmessungen des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) ergeben.

Seit Jahren sorgen sich Anwohner in Kleinblittersdorf um ihre Gesundheit, weil sie Emissionen aus der Aluminiumgießerei hinter der französischen Grenze fürchten. Regelmäßig sei gelber und blauer Rauch zu sehen, der aus der Fonderie Lorraine - einem Tochterunternehmen von Voit und ZF - in Großblittersdorf ströme. Zudem klagen Anwohner der Gemeinde über Lärm- und Geruchsbelästigung aus dem Aluwerk.

Video [aktueller bericht, 07.11.2019, Länge: 2:46 Min.]
Messergebnisse: Schadstoffbelastung in Kleinblittersdorf doch unter Grenzwert

Bürger weiter beunruhigt

Kommentar: Mit offenen Karten spielen
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 07.11.2019, Länge: 02:22 Min.]
Kommentar: Mit offenen Karten spielen

Nun steht nach Aussagen des Umweltministeriums fest: Dort entweichen nach jetzigen Kenntnissen keine gesundheitsschädlichen Stoffe. Seit April 2018 wurden Staubniederschläge gemessen. Kein Grenzwert sei überschritten worden. Die gut 20 Bürger, die am Mittwochabend zu der Vorstellung der Ergebnisse kamen, beruhigt das aber nicht. Sie bemängeln schon seit Beginn der Messungen, dass einfach ins Blaue hinein gemessen wurde. Inzwischen sei bekannt, welche Stoffe aus dem Werk emittieren. Bis auf Aluminium sei aber keiner dieser Stoffe vom LUA bei den Messungen berücksichtigt worden.

Bürgermeister Stephan Strichertz und das Umweltministerium sicherten einmal mehr zu, sich mit den französischen Behörden in Verbindung zu setzen. Weitere Messungen versprachen sie vorerst nicht.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 07.11.2019 berichtet.

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