Ein Schild warnt vor Unfallgefahr durch Wildwechsel (Foto: dpa/Martin Schutt)

So viele Wildunfälle wie seit Jahren nicht

  06.10.2017 | 12:01 Uhr

Die Zahl der Wildunfälle im Saarland ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 3800 - das sind so viele wie seit mindestens sieben Jahren nicht. Im Kreis St. Wendel nennt die Polizei besonders viele Strecken, an denen es häufiger Wildunfälle gibt.

Fast jeder vierte Wildunfall im Saarland ereignete sich 2016 im Landkreis St. Wendel. Dort beobachtet die Polizei auch die meisten Unfallschwerpunkte. Gleich 13 so genannte "Häufungslinien" befinden sich im Kreis St. Wendel. An diesen Strecken kam es zwischen 2014 und 2016 in einem Abstand von 300 Metern zu mindestens 30 Wildunfällen.

Solche Unfallschwerpunkte gibt es in allen saarländischen Landkreisen. In Merzig-Wadern sind es sechs, in Saarlouis vier, im Regionalverband Saarbrücken und im Saarpfalz-Kreis jeweils drei. In Neunkirchen gibt es zwei Häufungslinien, in St. Ingbert nur eine.

Höchststand der vergangenen Jahre

Mit insgesamt 3832 Wildunfällen im vergangenen Jahr ist ein neuer Höchststand seit mindestens sieben Jahren erreicht. Schon 2015 hatte die Polizei mit 3788 deutlich mehr solcher Unfälle festgestellt als in den Jahren zuvor. 2014 waren es weniger als 3200, im Jahr 2011 sogar unter 3000 Wildunfälle.

Ratgeber
Was tun bei einem Wildunfall?
Besonders in der Morgen- oder Abenddämmerung kann es jetzt passieren: Ein Wildtier läuft auf die Straße - und uns vors Auto. Wie lässt sich eine Kollision vermeiden? Was tun, wenn man doch mit dem Tier zusammenstößt?

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.10.2017 berichtet.

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