Leere Flaschen schwimmen in einem Weiher (Foto: Rebecca Kaiser/SR)

Mehr Verstöße gegen den Naturschutz

Annette Bak   27.04.2021 | 09:21 Uhr

Im Saarland gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Verstöße gegen den Naturschutz. Grund dafür ist laut der Naturlandstiftung Saar, dass mehr Menschen ihre Freizeit im Freien verbringen.

Die Naturwacht hat im vergangenen Jahr 160 Anzeigen gegen Besucher von Naturschutzgebieten im Saarland erstattet - 15 Prozent mehr als in den Vorjahren. Das teilte das saarländische Umweltministerium auf SR-Anfrage mit. Zu den geahndeten Verstößen zählen unter anderem im Naturschutzgebiet geparkte Autos.

Corona-Folgen – Natur unter Druck
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 27.04.2021, Länge: 04:27 Min.]
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Aggressionen gegen Naturschützer

Außerdem sprachen die Naturschützer mehr als 900 Verwarnungen und Platzverweise aus - eine Steigerung von bis zu 30 Prozent. So wurden beispielsweise Verbote wie Feuer machen im Wald oder freilaufende Hunde sanktioniert.

Besorgt ist die Naturlandstiftung Saar über die zunehmende Aggression besonders in Schutzgebieten bei Perl. Dort kontrolliere man daher nur noch zu zweit. Die Stiftung organisiert im Auftrag des saarländischen Umweltministeriums die Naturwacht mit vier hauptamtlichen und 25 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 27.04.2021 berichtet.

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