Leere Kaffee- und Eisbecher liegen auf einem überfüllten Mülleimer.  (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Mehr Verpackungsmüll durch Essen to Go

  18.11.2019 | 11:40 Uhr

Im Saarland ist die Menge an Verpackungsmüll gestiegen. Laut dem Umweltministerium gab es im Jahr 2017 etwa 140.000 Tonnen weggeworfene Verpackungen. Das ist ein Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2006.

Über 34.500 Tonnen an Leichtverpackungen und rund 78.000 Tonnen Papier und Pappe wurden im Saarland im Jahr 2017 weggeworfen. Vor allem bei den Leichtverpackungen steigt die Müllmenge seit Jahren relativ konstant an. Wurden 2006 noch rund 25 Kilogramm pro Einwohner im Jahr weggeworfen, so sind es zehn Jahre später schon rund 35 Kilogramm gewesen.

Auch deutschlandweit gibt es mehr Verpackungsmüll als je zuvor. 18,7 Millionen Tonnen wurden für 2017 registriert.

Abfälle schon in der Produktion vermeiden

Als Grund für den steigenden Müllberg nennt das Umweltbundesamt (UBA) unter anderem das große Angebot von Lebensmitteln und Getränken zum Mitnehmen sowie kleinere, in Plastik verpackte Portionen. Außerdem werde mehr online gekauft und verschickt. "Wir verbrauchen viel zu viele Verpackungen", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. "Das ist schlecht für die Umwelt und für den Rohstoffverbrauch." Abfälle müssten möglichst schon in der Produktionsphase vermieden werden. Es brauche "viel mehr Mehrweg", nicht nur bei Mineralwasser und Bier, sondern auch bei Kaffee und beim Essen.

Kunststoff nur zu 50 Prozent recycelt

In Deutschland fällt zwar viel Verpackungsmüll an, es wird davon aber auch viel recycelt - knapp 70 Prozent, wie das UBA weiter mitteilte. Die Quote ist stark vom Material abhängig. Sehr hoch liegt sie etwa bei Stahl mit 92,2 Prozent sowie Papier und Karton mit 87,6 Prozent und Glas mit 84,4 Prozent. Verpackungsmüll aus Kunststoff wird zu 49,7 Prozent wiederverwertet, aus Holz zu 25,8 Prozent.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.11.2019 berichtet.

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