Ein Storch sitzt auf seinem Horst. (Foto: Imago/Blickwinkel)

Mehr Störche im Saarland

Axel Wagner   12.11.2018 | 11:56 Uhr

Während die Störche schon in ihren Winterquartieren angekommen sind, zieht der NABU Saarland eine positive Bilanz. 14 Storchenpaare gab es im Sommer 2018 im Land, zwei mehr als im vergangenen Jahr.

„Die Vögel hatten hier über die letzten Jahre einen sehr guten Bruterfolg“, sagt Christoph Braunberger vom NABU Saarland. Die Störche siedeln sich immer in der Nähe bisheriger Brutstätten an. Im Saarland sind das vor allem das untere und mittlere Bliestal und die Region St. Wendel.

Während im verregneten Sommer 2017 bundesweit zahlreiche Jungstörche der Nässe und Kälte zum Opfer fielen, kamen in diesem Jahr Sonne und Wärme den Tieren eher entgegen. Das trifft nach NABU-Angaben vor allem auf Regionen mit vielen Feuchtwiesen und Flussauen zu, wo das Futterangebot gut ist.

Spanien statt Afrika

Ein weiterer Grund für die Zunahme der Storchenpaare ist das Winterquartier der Störche: Viele Tiere überwintern nicht mehr wie früher in Afrika, sondern zunehmend in Spanien, weshalb mehr von ihnen zurückkehren.

In Ostdeutschland ging der Brutbestand hingegen leicht zurück. Ein Wintereinbruch in Bulgarien und Rumänien hatte dort viele Störche an der Rückkehr gehindert.

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