Ratte in der Stadt (Foto: dpa)

Mehr Ratten im Saarland während Pandemie gesichtet

Lena Schmidtke / Onlinefassung: Melina Miller   30.06.2021 | 07:03 Uhr

Rund 30 Prozent mehr Meldungen über Ratten sind seit Beginn der Corona-Pandemie beim Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) in Saarbrücken eingegangen. Auch in anderen saarländischen Städten wurden mehr Ratten gesichtet - allerdings nicht zwingend, weil es tatsächlich mehr Ratten gibt, wie eine Sprecherin des ZKE erklärt.

Rund 15 Mal im Monat ist der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) in Saarbrücken momentan in Sachen Rattenbekämpfung unterwegs. Das sei etwas mehr als vor der Corona-Pandemie, sagt ZKE-Pressesprecherin Judith Pirrot. Etwa 30 Prozent mehr Meldungen über Ratten würden bei dem Entsorgungsbetrieb eingehen.

Auch in Neunkirchen gibt es mehr Meldungen: 2019 waren es noch 52 Meldungen, 2020 fast doppelt so viele und in diesem Jahr schon 71. In Homburg dagegen ist alles konstant geblieben.

Nicht zwingend mehr Ratten

Judith Pirrot weist darauf hin, dass nicht hinter jeder Meldung auch wirklich ein Rattenbefall stecke. In der Pandemie seien die Menschen mehr zuhause oder in der Natur gewesen und hätten die Ratten daher eher wahrgenommen.

"Man geht mit viel offeneren Augen durch die Landschaft und die Stadt und nimmt auch solche kleinen Nager wahr. Die hat man vorher einfach übersehen, weil sie weggehuscht sind", erklärt sie.

Ratten brauchen zur Vermehrung einen guten Unterschlupf und ausreichend Nahrung. Durch die Pandemie habe weder das eine noch das andere besonders zugenommen, so Pirrot.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 30.06.2021 berichtet.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja