Ein Mann leert ein Gefäß mit Bioabfall in die Mülltonne (Foto: dpa/Roland Weihrauch)

Saarländer entsorgen mehr Biomüll

  13.07.2018 | 09:00 Uhr

Die saarländischen Haushalte haben im vergangenen Jahr mehr Biomüll in der grünen Tonne entsorgt. Nach Angaben des Entsorgungsverbandes Saarland stieg die Menge 2017 auf knapp 60.000 Tonnen.

Der EVS begrüßt das erhöhte Biomüll-Aufkommen. Es zeuge von einer besseren Müll- und Wertstofftrennung im Saarland, sagte Verbands-Sprecherin Marianne Lehmann. Nach Angaben des EVS ist die Menge an Biomüll seit 2010 um mehr als 10.000 Tonnen pro Jahr gestiegen. Im vergangenen Jahr verzeichnete der EVS knapp 60.000 Tonnen an entsorgten Obst- und Gemüseabfällen.

Biokunststoff-Säcke ein Problem

Doch es landen noch immer viele Dinge in der Grünen Tonne, die dort nicht hineingehören. So sind Plastiktüten und die im Handel als kompostierbar gekennzeichneten Biokunststoff-Säcke für den EVS ein Problem. Denn die sind mit Weichmachern versetzt und verrotten nur sehr langsam.

EVS hofft auf Biomassezentrum

Derzeit nutzen nach Angaben des EVS rund 50 Prozent aller saarländischen Haushalte eine Biotonne. Auch hier ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Der Entsorgungsverband sieht allerdings noch Luft nach oben. Vor allem mit dem Start des Biomassezentrums, das ab 2021 den Biomüll und Grünschnitt aller saarländischen Kommunen verwerten soll, hofft der EVS auf noch mehr Biomüll im Saarland.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.07.2018 berichtet.


Ratgeber
Tipps rund um die Biotonne
Für die Entsorgung von Bioabfällen sollten auf keinen Fall Plastiktüten verwendet werden – auch nicht solche, die als biologisch abbaubar oder kompostierbar gekennzeichnet sind. Darauf hat der Entsorgungsverband Saar (EVS) hingewiesen. Stattdessen sollte auf Papiertüten oder Zeitungen ausgewichen werden. Gegen Gestank und ungebetene Gäste in der Biotonne hat der EVS ein paar Tipps parat.

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