Baderutsche an einem See (Foto: Pixabay/Günther Schneider)

Vier Badetote bislang in diesem Jahr

  17.09.2020 | 10:18 Uhr

Im Saarland sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres vier Menschen beim Baden ertrunken. Die DLRG teilte mit, das seien zwei Todesfälle mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Bundesweit gab es dagegen weniger Badetote.

Bundesweit sind nach DLRG-Angaben in diesem Jahr bis Ende August 329 Menschen ertrunken. Damit sei die Zahl der Badetoten um 20 zurückgegangen. In einigen Bundesländern wurden weniger tödliche Badeunfälle gemeldet, so zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen (-13) und Bayern (-12). Trotzdem wurden auch 2020 in Bayern die meisten Todesfälle registriert. Dort starben 68 Menschen beim Baden.

Deutlich mehr Badetote in Rheinland-Pfalz

Allerdings gingen die Zahlen auch in mehreren Bundesländern deutlich nach oben. Den größten Anstieg gab es in Rheinland-Pfalz. Dort verdreifachte sich die Zahl der Badetoten von fünf auf 15. In Berlin wurden elf Badetote gemeldet. Das waren neun mehr als vor einem Jahr.

Leichtsinn und Selbstüberschätzung

Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich an Seen und Flüssen, so die DLRG. Ursachen seien oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit und eine zu hohe Risikobereitschaft. Das gelte vor allem für das Schwimmen in unbewachten Gewässern.

Die DLRG macht auch die Coronapandemie für Badeunfälle verantwortlich. Da zahlreiche Schwimmbäder geschlossen oder nur beschränkt zugänglich waren, hätten sich viele Menschen Alternativen gesucht.

Über dieses Thema hat auch der Saartext am 17.09.2020 berichtet.

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