Hundeblick (Foto: Pixabay/creisi)

Mehr Hunde aus dem Ausland ins Saarland vermittelt

  05.06.2020 | 15:17 Uhr

Die Zahl der aus dem Ausland über Vereine ins Saarland vermittelten Hunde ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort der saarländischen Landesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. In der Corona-Pandemie war die Zahl der Auslandsadoptionen allerdings zuletzt zurückgegangen.

Von 2017 bis 2019 hat sich die Zahl der Hunde, die aus dem Ausland über Vereine ins Saarland vermittelt wurden, von rund 300 auf gut 600 Tiere mehr als verdoppelt. Das geht aus einer Antwort der saarländischen Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Ralf Georgi (Linke) hervor. Die meisten Vierbeiner stammten im vergangenen Jahr aus der Slowakei, Spanien, Rumänien und Kroatien.

Die Zahl der Transporte stieg von knapp 50 auf rund 110. Diese werden laut Landesregierung im Vorfeld anhand von Dokumenten auf Einhaltung der grundlegenden tierschutzrechtlichen Anforderung überprüft. Zudem gebe es Stichproben-Kontrollen durch das Landesamt für Verbraucherschutz. Bislang habe es keine Hinweise auf illegalen Hundehandel gegeben, hieß es.

16 Vereine vermitteln Auslandshunde

Insgesamt gibt es 16 Vereine im Saarland, die eine Erlaubnis zum Einführen von Tieren zur Vermittlung gegen Entgelt haben. Eingeführte Hunde würden in der Regel direkt an den neuen Besitzer vermittelt. Wenn dies nicht möglich sei, kämen die Tiere vorübergehend bei den Vereinen in Pflege. Zudem müssten die Vereine Pflegestellen frei halten, um Hunde im Falle einer gescheiterten Vermittlung wieder aufnehmen zu können.

In der Corona-Pandemie ist die Zahl der vermittelten Hunde aufgrund der Grenzschließungen zurückgegangen. Gleichzeitig berichteten einheimische Tierheime und Züchter über eine gestiegene Nachfrage und mehr Vermittlungen.

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