Beratungsstelle für Wanderarbeiter (Foto: SR)

Mehr als 700 Wanderarbeiter brauchten Beratung

mit Informationen von Sarah Sassou   04.05.2020 | 14:51 Uhr

Mehr als 700 Wanderarbeiter haben sich in den vergangenen zwei Jahren hilfesuchend an die Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte gewendet. Das teilte die Arbeitskammer mit. Häufig würden Arbeitgeber den Wanderarbeitern keinen Lohn bezahlen oder hielten sich nicht an Arbeitsschutzgesetze.

Starke Nachfrage bei der Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 04.05.2020, Länge: 00:53 Min.]
Starke Nachfrage bei der Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte

Vor allem Arbeitsnehmer rumänischer, bulgarischer und ungarischer Herkunft suchen Hilfe bei der Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte. Dort kümmern sich muttersprachliche Berater speziell um Arbeiter, die aus dem Ausland für eine gewisse Zeit ins Saarland kommen.

Sie vermitteln zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und würden auch bei einem Rechtsstreit unterstützen. Ziel des Angebots ist es laut Behörde, die Ratsuchenden vor Ausbeutung zu schützen.

Hoher Beratungsbedarf

Die Wanderarbeiter seien meist in der Baubranche, in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor zum Beispiel als Reinigungskräfte tätig.

Aktuell müsste die Beratungsstelle ausgebaut werden. Denn der Bedarf nach einer Anlaufstelle vor allem für polnische Pflegekräfte ist laut Arbeitskammer groß. Die Beratungsstelle für Wanderarbeiter und mobile Beschäftigte war vor zwei Jahren mit finanzieller Unterstützung des saarländischen Wirtschaftsministeriums ins Leben gerufen worden.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 04.05.2020 berichtet.

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