Eine pflegebedürftige Frau trägt einen Notknopf am Handgelenk (Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Mehr Alarmierungen durch Hausnotrufe

  27.12.2020 | 10:53 Uhr

Bei der Integrierten Leitstelle in Saarbrücken sind in diesem Jahr bis Ende November knapp 31.000 Hausnotrufe eingegangen. Häufigste Gründe für einen Alarm waren demnach unter anderem Stürze oder körperliche Beschwerden. Auch die Zahl der Menschen, die den Hausnotruf nutzen, ist gestiegen.

Nach Angaben des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung gab es 2020 damit 5,5 Prozent mehr Hausnotrufe als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sind im Saarland immer mehr Menschen an den Hausnotruf angeschlossen.

Mehr Menschen nutzen Hausnotruf

Allein bei der Integrierten Leitstelle des Saarlandes auf dem Saarbrücker Winterberg sind es derzeit rund 10.700 und damit 9,9 Prozent mehr als noch 2019. Das entspreche der Steigerungsrate der Vorjahre.

Die Leitstelle frage bei jedem Hausnotrufalarm nach Symptomen für eine Coronainfektion. Eine coronabedingte Mehrnutzung des Hausnotrufs sei bisher nicht festgestellt worden.

Nutzer tragen Funksender

Ein Hausnotrufsystem ist ein elektronisches Meldesystem, das mit einer Notrufzentrale verbunden ist. Pflegebedürftige Menschen können sich über einen Hausnotruf bemerkbar machen. Der Nutzer trägt einen Funksender um den Hals oder als Armband. Ein Notrufgerät mit Freisprechanlage stellt die Verbindung zur Notrufzentrale her, wenn der Kunde den Notruf auslöst. 

In der Zentrale sind persönliche Daten und Kontaktdaten von Angehörigen und Bezugspersonen hinterlegt. Je nach Situation werden Angehörige, Rettungsdienst, Notarzt oder Polizei gerufen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.12.2020 berichtet.

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