Ein Hausarzt misst in seiner Praxis einer Patientin den Blutdruck. (Foto: dpa/Bernd Weissbrod)

Saarland vergibt 21 Medizin-Studienplätze über Landarztquote

  21.02.2022 | 13:24 Uhr

Für das Wintersemester 2022/2023 stehen im Saarland 21 Medizin-Studienplätze über die Landarztquote zur Verfügung. Studierende verpflichten sich dabei, zunächst im Saarland zu bleiben. Die Bewerbung ist ab 1. März möglich.

Zum kommenden Wintersemester sollen im Saarland laut Gesundheitsministerium voraussichtlich wieder 21 Medizin-Studienplätze über die Landarztquote vergeben werden. Das entspricht 7,8 Prozent der Humanmedizin-Studienplätze an der Universität des Saarlandes.

Studienangebot ohne Numerus Clausus

Die Studienplätze werden vorab reserviert für Bewerber und Bewerberinnen, die sich verpflichten, später mindestens zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten ländlichen Regionen im Saarland zu arbeiten. Für ein Studium über die Landarztquote gibt es keinen Numerus Clausus.

Das Bewerbungsverfahren dafür beginnt am 1. März und endet am 31. März 2022. Informationen zum Bewerbungsverfahren, den Voraussetzungen sowie den Link zum Bewerbungsformular sind auf der Website www.saarland.de/landarztquote zu finden.

Bislang 42 Studierende über Landarztquote

Die Landarztquote werde gut angenommen, sagte Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Aktuell gibt es laut Ministerium im Saarland 42 Studierende, die ihren Studienplatz in Homburg über diese Regelung bekommen haben. Der saarländische Landtag hatte die Landarztquote 2020 beschlossen, um einem Hausärztemangel entgegen zu wirken.

FDP sieht keine Lösung in Landarztquote

Aus Sicht der Saar-FDP wird die Landarztquote den Ärztemangel im Saarland nicht beheben können. Um das Problem zu lösen fordert der stellvertretende Landesvorsitzende Helmut Isringhaus stattdessen zwanzig Prozent mehr Studienplätze für Humanmedizin im Saarland.

Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatte sich bereits 2020 für eine höhere Zahl an Medizin-Studienplätzen ausgesprochen. Die Barmer-Krankenkasse sah in der Landarztquote eine mögliche langfristige Lösung für den Ärztemangel, jedoch keine kurzfristige.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.02.2022 berichtet.

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