Die Internationale Raumstation ISS, fotografiert am 19.07.2011 vom Space Shuttle Atlantis aus. (Foto: picture alliance / abaca | ABACA)

Russischer Raketentest Ursache für ISS-Evakuierung

  16.11.2021 | 15:41 Uhr

Die Beinahe-Kollision mit Weltraumschrott, wegen der Saar-Astronaut Matthias Maurer und seine Kollegen am Montag kurzzeitig die ISS verlassen mussten, geht auf einen russischen Raketentest zurück. Die USA und die NATO erhoben schwere Vorwürfe in Richtung Russland.

Nach der überraschenden Evakuierung der Internationalen Raumstation ISS am Montag ist am Dienstag auch der Grund für die Beinahe-Kollision mit dem ausgedienten Satelliten „Zelina-D“ bekannt, die Matthias Maurers Mission „Cosmic Kiss“ ein frühes Ende hätte bereiten können. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, das Militär habe eine Anti-Satelliten-Rakete getestet.

Russland weist Vorwürfe zurück

Vorwürfe aus den USA, wonach man die ISS-Raumfahrer gefährdet habe, wies das Ministerium allerdings zurück. Die Trümmerteile „stellten und werden keine Bedrohungen für Raumstationen, Raumflugkörper und Weltraumaktivitäten darstellen“. US-Außenminister Antony Blinken und auch die NATO hatten Russland Rücksichtslosigkeit vorgeworfen, Russlands Außenminister Sergej Lawrow nannte das „Heuchelei“.

Matthias Maurer, der erst am Freitag auf der ISS angekommen war, und seine Kollegen mussten sich am Montag kurzzeitig in zwei angedockte Raumschiffe begeben, um im Falle eines Zusammenstoßes schnell zur Erde fliegen zu können. Probleme mit Weltraumschrott gab es bei der ISS in den vergangenen Jahren immer wieder. In der Regel wird dafür die Flugbahn geändert.

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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.11.2021 berichtet.

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