Feuerwehrangehörige in Uniform (Foto: pixabay/blickpixel)

Bisher alle Feuerwehr-Krankenscheine berechtigt

mit Informationen von Thomas Gerber   16.04.2019 | 16:09 Uhr

Alle 28 bis Montagnachmittag von Amtsärzten untersuchten Saarbrücker Berufsfeuerwehrleute waren nach SR-Informationen berechtigt krankgemeldet. Die Stadt hatte daraufhin beantragt, die Frist zu verlängern, bis zu der Feuerwehrchef Schun auf seinen Posten zurückkehren muss. Das allerdings hat das Oberverwaltungsgericht nach SR-Informationen abgelehnt.

Eigentlich sollten bis Dienstagmittag alle gut 90 krankgemeldeten Berufsfeuerwehrleute in Saarbrücken von Amtsärzten untersucht werden. Allerdings stellte diese Anordnung das Gesundheitsamt vor Probleme. Nun ist nach SR-Informationen klar: Zumindest die 28 Feuerwehrmänner und -frauen, die am Montag untersucht wurden, waren alle berechtigt krankgeschrieben.

Fristverlängerung abgelehnt

Die Stadt Saarbrücken hatte daraufhin beantragt, dass das Oberverwaltungsgericht die Frist für die Rückkehr des umstrittenen Feuerwehrchefs Josef Schun verlängert. Anstatt sofort sollte er frühestens am Dienstag nach Ostern wieder auf seinen Posten zurückkehren.

Das Gericht lehnte eine Fristverlängerung am Dienstagnachmittag allerdings ab, bestätigte eine Sprecherin dem SR. Das bedeutet, Schun müsste am Mittwoch eigentlich zurück auf seinen Posten als Chef der Berufsfeuerwehr. Allerdings soll Schun gerade in Urlaub sein - ob er sein Amt am Mittwoch wieder aufnimmt, ist deshalb unklar.

Streit schwelt um den Chef

In der Saarbrücker Berufsfeuerwehr gibt es Streit um ihren Chef Josef Schun. Unter den Feuerwehrleuten der Landeshauptstadt ist der 41-Jährige heftig umstritten. Vergangene Woche ließen sich Feuerwehrleute massenhaft krankschreiben,nachdem das Verwaltungsgericht des Saarlandes entschieden hatte, dass die Stadt Schun auf seinen Posten als Chef der Berufsfeuerwehr zurückversetzen muss.

Vorwürfe, er habe bei einem Einsatz anlässlich eines Großbrandes Fehler gemacht, wurden vom Verwaltungsgericht als unbegründet angesehen. Eine Suspendierung Schuns erklärte es bereits im März 2018 für rechtswidrig. Da Schun in der Zwischenzeit allerdings nicht wieder auf seinem alten Posten eingesetzt wurde, hatte das Gericht eine einstweilige Anordnung erlassen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.04.2019 berichtet.

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