Blaulicht der Polizei (Foto: picture alliance / Friso Gentsch/dpa)

Mann mit Messern in Nunkirchen unterwegs

  23.02.2020 | 09:42 Uhr

Im Vorfeld des „Nunkircher Nachtexpress“ hat die Polizei am Samstagnachmittag einen 50-Jährigen in Gewahrsam genommen. Der psychisch kranke Mann war zuvor mit zwei Messern in Militäruniform durch den Ort gelaufen.

Wie die Polizei berichtet, trug der Mann ein Einhandmesser mit einer neun Zentimeter langen Klinge und ein Kampfmesser (17 cm feststehende Klinge) mit sich, als er gegen 16.30 Uhr zu Fuß im Ort unterwegs war. Außerdem trug er Einsatzhandschuhe und ein rotes Barett. Auf dem Weg nach Hause traf er seinen Nachbarn und folgte ihm.

Nachbar mit Messer bedroht

Der 50-Jährige hielt das Kampfmesser an der Klinge erhoben in der Hand, schaute sein Gegenüber nach Polizeiangaben mit „irrem Blick“ an und ging auf den Mann zu. Dieser wich zurück und forderte den 50-Jährigen auf, „keine Dummheiten“ zu machen. Anschließend flüchtete sich der Nachbar in sein Wohnhaus am Lindenweg. Der 50-Jährige verfolgte ihn nicht weiter und ging nach Hause.

Wenig später klingelte ein Kommando der Polizeiinspektion Nordsaarland bei ihm. Der Mann öffnete nur ein Küchenfenster und schrie unentwegt, alle sollten von seinem Grundstück verschwinden. Er befinde sich im Nato-Einsatz, es sei Krieg und er müsse dort dienen. Während seines Vortrages schweifte er immer wieder ab, schloss das Fenster und öffnete es wieder. Alle Versuche der Beamten, ihn vor das Haus zu locken, schlugen fehl.

Unterbringung in SHG-Klinik

Schließlich öffnete die Polizei die Tür mit Gewalt. Der 50-Jährige ließ sich in seinem Wohnzimmer widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Er wurde mit einem Krankenwagen zur SHG-Klinik nach Merzig gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Aufgrund des bevorstehenden „Nunkircher Nachtexpress“ herrschte nach Polizeiangaben ein hohes Aufkommen von Passanten und Zuschauern.

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